Die Pflege von Vertragsnaturschutzflächen ist ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit. Mit der UNB und dem LUA werden Flächen bestimmt, die für besonders schutzwürdig und pflegebedürftig erachtet werden. Im Laufe der Jahre haben wir verschiedene Gebiete in Eberswalde und Umgebung in Pflege genommen, die wir ein- bis zweimal im Jahr mähen.
Wozu Wiesenmahd?
Viele artenreiche und wertvolle Biotope unserer Heimat sind Relikte traditioneller Kulturlandschaft und ohne Nutzung (meist in Form einer Mahd oder Beweidung) nicht zu erhalten. Wiesen und Weiden würden ohne Mahd verbuschen, die Vegetationszusammensetzung würde sich drastisch verändern.
Den größten pflanzlichen Artenreichtum finden wir außerdem auf nährstoffarmen Böden; an solche Verhältnisse angepasste Arten können sich nur dort gegenüber den an sich robusteren stickstoffliebenden Arten durchsetzen. Viele Wiesen sind aber durch Nährstoffeinträge aus Landwirtschaft und Siedlungen überdüngt, mit der Folge, daß die konkurrenzschwachen Arten verschwinden.
Der einfachste Weg, einer Wiese Nährstoffe zu entziehen ist, sie zu mähen und das Mahdgut zu entfernen – das ist Voraussetzung für die Wirksamkeit. Um den Pflanzen ein Aussamen zu ermöglichen, wird das erst im Sommer getan. Die anfallende Biomasse kann als Mulchmaterial verwendet oder kompostiert werden.
Aber auch der Zeitpunkt der Mahd hat einen Einfluss auf die Entwicklung von Pflanzengesellschaften: Mähen zur Blütezeit begünstigt ausdauernde Pflanzen (z.B. rasige Gräser und Seggen), die meist schnell nachwachsen und nicht auf eine Samenentwicklung angewiesen sind. Im Herbst dagegen verschafft das Mähen den ein- und zweijährigen Pflanzen für das kommende Frühjahr einen Vorteil in der Lichtkonkurrenz.
Unsere Wiesen
Im Moment haben wir drei Wiesen in ständiger Pflege:


